Mittwoch, 28. Oktober 2009

Häusleschlepperin.....

Na? Bist Du gestresst und stehst unter
nervöser Anspannung?
Dann habe ich einen guten Tipp:
Beobachte mal eine Schnecke!
Sieh ihr zu wie sie im Zeitlupentempo ihres Weges zieht
und erstaunlich geschickt Hürden überwindet.
Ich habe alles um mich herum vergessen,
als ich der Weinbergschnecke auf nachfolgendem Photo
mit der Kamera hinterhergeschlichen bin
und hinterher dann festgestellt, dass ich mich fast eine
halbe Stunde mit ihr beschäftigt habe.
Da bekommt "Zeit" auf einmal eine ganz andere Bedeutung,
hat das Tier doch gerade mal einen Meter zurückgelegt!




















Ich musste an meine Kindheit denken,
als wir Nummern auf die Häuser malten
und unsere Läufer....äh...Kriecher ins Schneckenrennen schickten.

Und natürlich an das Gedicht von Christian Morgenstern:

Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst


Soll i aus meim Hause raus?

Soll i aus meim Hause nit raus?

Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus -
Hauseraus

Hauseritraus
Hausenaus

Rauserauserauserause ......


(Die Hausschnecke verfängt sich in ihren eignen Gedanken
oder
vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch,
dass sie die
weitere Entscheidung der Frage lächelnd verschieben muss.)





















Die Weinbergschnecke wirkt mit ihrem Häusle
gleich viel sympathischer als die nackerten.
(Sie steht übrigens unter Naturschutz!)
Häusleschnecken sind überhaupt recht hübsch anzusehen
und auch ein schönes und beliebtes Motiv bei Naturfotografen.
Ich mag die kleinen Schnirkelschnecken ganz besonders gerne,
diese hier hat sich selbst so hübsch auf dem Blatt
in Szene gesetzt ( da habe ich nicht nachgeholfen):



















Schneckenhäuser sind sehr dekorativ,
schön zum Basteln und haben meistens
eine rechtsgängige Spirale.
Ganz selten gibt es welche mit linksgängigem,
das ist der Schneckenkönig! ;-)

Montag, 26. Oktober 2009

Biologische Waffen auf Watschelfüßen



Quaaaaak..............


........ertönt es neuerdings im Botanischen Garten in Darmstadt.
Denn dort sind 6 Indische Laufenten
(Anas platyrhynchos f. domestica), für die es auch noch die sehr
treffende Bezeichnung "Flaschenente" gibt, eingezogen.






















Die Indische Laufente ist eine Unterart der Stockente
und stammt aus Südostasien.
Es gibt verschiedene Farbschläge, von wildfarbenen
über schwarze, weiße und braune bis hin zu blauen.

Sollte ich das Aussehen einer Laufente ohne Photo
- nur mit Worten beschreiben, so würde ich das wie folgt:

Stelle Dich einer Ente auf die Füße
(platt sind diese ohnehin schon)
und umfasse mit beiden Händen fest den Hals.
Nun ziehe so fest Du kannst das Tier nach oben
in die Länge!
Dann unter den Rumpf fassen und nochmals
kräftig ziehen,
sodass auch die Beine noch
ein Stück an Länge gewinnen!
Jetzt hast Du eine Laufente!


(Liebe Kinder, das dürft Ihr bitte nicht an
Nachbars Enten ausprobieren....und an Hühnern auch nicht!)






















Die Indische Laufente ist mittlerweile ja gut bekannt
als Schneckenkiller. Sie findet jede....und macht ihr
den Garaus!
Sie macht auch nicht halt vor der spanischen Wegschnecke,
die ja unser heimischer Schneckenfresser, der Igel verschmäht.
Auch andere Insekten werden gefuttert,
so gab es heute dicke fette Gewächshausschrecken
als eiweißreiches Häppchen zwischendurch.















Was bin ich froh, dass die nicht auf meinem Speiseplan stehen!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Mein kleiner Hexenbesen....





















.....ist nicht zum Fliegen gedacht!

In der Botanik spricht man von Hexenbesen
bei kugeligen Verwachsungen in den Kronen von Bäumen.
Meistens werden diese durch Pilze verursacht,
bei der Kiefer handelt es sich jedoch um Knospenmutationen.
Wenn man solche mutierten Triebe geschickt auf eine
Unterlage pfropft ensteht ein hübsches kleines Bäumchen
wie auf obigem Photo. Wirkt optisch wie ein Bonsai,
muss aber nicht geschnitten werden, da Hexenbesen
kaum wachsen. Meist nur ca. 2 cm im Jahr!
Kiefern-Hexenbesen sind wertvolle Kleinode für
Tröge und Steingärten.
Die meisten Kiefern lieben sandige, magere und
nicht zu nasse Böden.
Sogar direkt in Tuffsteine kann man die kleinen
"Hexenkiefern" pflanzen.






















(2. Photo - Aufgenommen in der Gärtnerei Eidmann in Semd)



Winterharte Fuchsie: F. microphylla




























Fuchsia microphylla KUNTH (H.B.K.); Mexico

Die aus Mexico stammende Fuchsia microphylla
hat winzige Blättchen und sehr kleine rosa - pink
farbene Blüten, die jedoch in sehr großer Zahl
an den buschig wachsenden Pflanzen erscheinen.
Die Pflanzen wachsen sehr schnell und können
Büsche von 1 m Höhe und Durchmesser entwickeln.
Am Naturstandort werden die Blüten von
Kolibris bestäubt, bei uns fliegen Hummeln die
Pflanzen stark an und sorgen für einen guten Fruchtansatz.
Die Früchte sind rundlich und schwarz glänzend.

Ausgepflanzt verträgt f. microphylla volle Sonne,
in der Topfkultur ist ein halbschattiger Platz besser.
Sie wirkt besonders schön wenn sie frei steht
und macht sich sehr gut in größeren Steingartenanlagen.
Auch für die Grabbepflanzung eine dankbare Art!
Sie blüht unermüdlich über die ganze Saison.



























Ginkgo biloba

Der Baum des Jahrtausends
und Mahnmal
für Umweltschutz & Frieden.

Ein lebendes Fossil,
das keine lebenden Verwandten mehr hat!

Ein wunderschöner Baum
mit phantastischer Laubverfärbung.



Bei der Gartengestaltung sollte bei der Gehölzauswahl
unbedingt auch die Herbstverfärbung berücksichtigt werden.
Der Winter ist kahl und grau genug,
wenigstens der Herbst muss noch einmal mit
Volldampf zeigen können zu was für Farben er fähig ist.
Gerade der Ginkgo mit seiner intensiven goldgelben
Laubverfärbung setzt zusammen mit rotfärbenden
Ahornarten, silbrigen Gräserhorsten und Blattschmuckstauden
mit Grün- und Brauntönen herrliche Akzente.
Bei einer geschickten Kombination aus verschiedenen
Gehölzen und Stauden kann das ein wahres Feuerwerk sein.

Der beste Zeitpunkt um sich Gedanken über eine
neue Anlage zu machen ist daher der Winter!
Auf dem Papier - nach gemütlicher Lektüre von
zB Karl Foersters Gartenbüchern.
Bei einer guten Tasse Tee gibt es nichts schöneres als
in Gartenbüchern zu schwelgen und für die neue Saison zu planen.
So klingt der Winter doch nur noch halb so schlimm....;-)



















(Aufnahme aus dem Botanischen Garten Darmstadt)

Die Natur hat lieber jemanden,
der sich mit einem fruchtbaren Garteneinfall
aus der Hängematte erhebt, als jemanden,
der den ganzen Tag ohne Einfall im Garten umherrast.


Karl Foerster


Samstag, 24. Oktober 2009

Vanillecremetöpfchen mit Espressobaiserhäubchen























Zutaten:


  • 4 Eigelb
  • 75 g Puderzucker
  • 375 ml Milch
  • 125 ml Sahne
  • halbe Tonkabohne
  • 1 Tahiti-Vanilleschote
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Zubereitung:


Milch, Sahne und Vanilleschote
(längs aufschneiden und das Mark herauskratzen) zusammen aufkochen,

die Tonkabohne mit einer feinen Reibe dazugeben

und 15 Minuten ruhen lassen.

Eier und Puderzucker glatt verrühren, nicht aufschlagen!

Vanilleschote aus der Milch nehmen und diese nochmals aufkochen,

langsam zu den Eiern gießen und gut verrühren.

In Espressotassen füllen.

Im Wasserbad (Ein Handtuch unter die Tassen legen!)

mit Alufolie abgedeckt bei 150°C ca. 40 Minuten garen.

Abkühlen lassen.


*********************************************************************

Resteverwertung, die schmecken auch zwischendurch gut!:


  • 4 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 1 Portionstütchen Instant-Espresso
**********************************************************************

Eiweiß sehr steif schlagen und langsam den Zucker und den Espresso zufügen.
Mit Hilfe von zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein Blech setzen.

Bei ca. 100-120°C eine Stunde im Ofen trocknen lassen,
bis der Baiser schön knusprig ist. Kurz vor dem Servieren
ein Häufchen auf die Creme setzen
und mit etwas Kakao überstäuben.

Herzhafte Kürbissuppe - Pfälzer Art









Zutaten:


  • 1 Kg Hokkaido oder Butternut
  • 500 ml Rotwein
  • 750 ml Delikatessbrühe oder Fleischbrühe
  • 2 EL gerebelter Majoran
  • 2 EL gerebelter Thymian
  • 1 Becher Sahne
  • Salz & Pfeffer zum Abschmecken
  • Angeröstete Zwiebeln
  • Gebratener Speck

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Zubereitung:




Den Kürbis in Stücke schneiden und vom
Kerngehäuse befreien.
(Beim Hokkaido kann die Schale dranbleiben)

Mit etwas Butter im Topf anbraten
und mit dem
Rotwein sowie der Brühe angießen.

Auf mittlerer Flamme kochen bis der Kürbis
schön weich ist
und pürieren.
Die Kräuter und die Sahne zugeben und abschmecken.
Etwas durchziehen lassen, aber nicht mehr kochen.

Zwiebeln mit Butter anbraten
und mit etwas Zucker karamelisieren.
Speck knusprig braten und beides über die Suppe geben.


Dazu passt ein dunkles Nussbrot und ein Glas Rotwein ;-)


Freitag, 23. Oktober 2009

Winterfeste Fuchsie: F. regia




























Fuchsia regia; MUNZ (1943); Brasilien

F. regia ist eine Wildart von sehr guter Winterhärte.
Selbst nach strengen Wintern treibt sie zuverlässig
aus dem Wurzelstock wieder aus.
Der Wuchs ist aufrecht mit überhängenden Trieben.
Die Früchte sind groß, oval, dunkelviolett und von
angenehmen Geschmack.
Sie blüht bis zum Frost und wächst rasch zu schönen
großen Pflanzen heran.
Sie bildet Ausläufer und sollte deshalb genügend
Platz im Beet bekommen.
F.regia ist sehr gut für Hecken geeignet!
Volle Sonne bis halbschattige Lagen sagen ihr zu
und besonders gut zur Geltung kommt sie mit
einer Unterpflanzung aus Bodendeckern.
Dieses Jahr konnte ich Unmengen von Feuerwanzen
an den Pflanzen beobachten, die leider die Früchte
aussaugten eh ich sie ernten konnte!
Sonst gab es keinerlei Probleme mit Schädlingen
oder Pilzerkrankungen.



















(Pflanzung im Botanischen Garten Darmstadt)

Winterfeste Fuchsie: "Vielliebchen"




















Züchter: Wolf; 1911, D

"Charming" x F. magellanica var. gracilis

"Vielliebchen" ist eine aufrecht wachsende, sich gut verzweigende
einfach blühende Sorte. Die kleinen Blüten erscheinen sehr
zahlreich und sind sehr kräftig in den Farben.
Sie wächst rasch zu schönen Pflanzen heran und hat im
Staudenbeet einen sehr kompakten buschigen Habitus.
Die Winterhärte ist gut und auch bei dieser Sorte hatte ich
bisher keine nennenswerte Probleme mit Rost.

Aus "Vielliebchen" lassen sich auch sehr schöne Säulen
und Hochstämmchen ziehen, diese sind dann aber frostfrei zu
überwintern. Sie blüht bei entsprechender Düngung gut durch.
Im Staudenbeet kann sie in die volle Sonne gepflanzt werden,
bei der Topfkultur bekommt ihr ein halbschattiger Platz bestens.

Müdes Tigerchen...








































So ein langweiliger grauer Tag.....nicht mal die Katze will
vor die Tür :-(
Da lässt sie sich doch lieber von mir bespaßen und
beknuddeln.......und zum Dank dafür fällt sie dann über
meine Füße her und beißt rein!
Etwas merkwürdige Anwandlungen hat sie ja schon,
heute morgen fand ich wieder Stifte, Federn und
Ästchen unterm Teppich im Esszimmer!
Immer an der gleichen Stelle - unsere Katze hamstert.
Was sie wohl mit den Stiften will?



















Finja kam als halbverhungertes kleines Kätzchen zu uns,
es war nicht einfach sie durchzubringen, aber es hat sich
gelohnt.
Heute haben wir eine anhängliche und sehr schöne Katze.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Herbstspaziergang

Diese Photos sind schon vom letzten Jahr,
aber ich finde sie so schön,
dass ich sie nochmal zeigen möchte.
Die vom Weinbau geprägte Rheinhessische Landschaft
ist nicht sonderlich abwechlungsreich,
aber im Herbst ist es eine wahre Pracht
durch die
Weinlagen zu wandern.
Die verschiedenen Rebsorten
haben auch unterschiedliche
Laubfärbungen,
sodaß die Landschaft so kunterbunt
wirkt
wie sonst das ganze Jahr nicht!


Einfach auf das Bild klicken:

Herbstspaziergang


Im hinteren Teil des Albums sind Photos
aus dem
Botanischen Garten Darmstadt zu sehen.
Auch dieser wirkt in einem schönen Herbst
nicht viel weniger bunt als im blütenreichen Sommer.
Ein Besuch sei empfohlen...;-)



Winterfeste Fuchsie: Chillerton Beauty
























Züchter: Bass, 1847, GB

Chillerton Beauty ist eine meiner absoluten
Favoriten bei den winterharten Fuchsien.
In Staudengärtnereien finden sich selten
Gartenfuchsien in anderen Farben als das
blau-rot der magellanica Typen.
Chillerton Beauty hat für eine harte Fuchsie
auffallend große Blüten, der Tubus und die
Kelchblätter sind blassrosa, die Korolle ist
blau-violett. An einem halbschattigen Standort
ist das blau intensiver.

Der Wuchs ist aufrecht mit überhängenden
Trieben und recht stabil.
Sie wird bis zu 70cm hoch.

Bisher hatte ich mit dieser Sorte keinerlei
Probleme in Bezug auf Rost.
Sie blüht zwar nicht so üppig wie die
kleinblütigen Sorten, aber die Farbe macht
das allemal wett!

Kürbissuppe fruchtig-würzig



Zutaten:

1 Kilo Hokkaido
500 ml Orangensaft
500 ml Delikatess-Brühe
einen kräftigen Schluck Marsala
frischer Ingwer
1 Becher Sahne
Pfeffer
Muskatnuß
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Den Kürbis waschen und mit Schale
in Stücke schneiden.
In der O-Saft/Brühe-Mischung weichkochen.
Ingwer schälen und reinreiben.
Marsala dazugeben.
Pürieren und mit der Sahne aufgießen.
(Eventuell noch etwas Brühe nachgießen.)
Mit Pfeffer und Muskatnuß abschmecken.
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Toppings:

Schmand
geröstete Sonnenblumenkerne
Röstzwiebeln
knusprig gebratener Schinken
Pinienkerne
frische Kräuter mit abgeriebener Orangenschale
in Butter und Ingwer-Honig gedünstete Möhren
Kürbiskernöl
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Von den Toppings nimmt man natürlich keine rauhen Mengen,
sondern richtet kleine Mengen dekorativ auf dem Teller an.
Dazu passt ein dunkles angeröstetes Brot.
Wir trinken gerne einen Merlot dazu!





















Mittwoch, 21. Oktober 2009

Winterharte Fuchsien: "Genii"


Mein besonderes Interesse haben winterharte Fuchsien geweckt.
Es gibt doch eine ganze Menge die, mit etwas Schutz,
draussen verbleiben können.
Und das sind nur nicht nur kleinblütige Fuchsia-magellanica-Arten
sondern auch viele schöne Hybriden
mit zum Teil richtig großen Blüten.
Ein echter Hingucker im Staudenbeet!

Staudenbeet ist ein gutes Stichwort,
denn die winterharten Fuchsien verhalten sich wie Stauden.
Das heißt sie frieren im Winter zurück und treiben
aus dem Wurzelstock wieder aus.
In sehr milden Wintern können die Pflanzen durchaus
sogar aus dem alten Holz wieder austreiben,
aber darauf sollte man sich nicht unbedingt verlassen.
Der vergangene Winter hat deutlich gezeigt
wo die Grenzen sind - selbst hier
im milden Weinbauklima!

Halbschatten liebende Fuchsien lassen sich wunderschön mit Farnen,
Hosta und besonderen Efeu-Sorten kombinieren.
Als einjährige Lückenfüller passen Impatiens sehr schön dazu.
Das bringt Farben und Struktur in schattigere Ecken.
Es gibt aber auch etliche Fuchsiensorten
die einen vollsonnigen Standort bevorzugen.
Mir persönlich gefällt hier die Kombiation mit Gräsern sehr gut.
Gerade die Gestaltung mit "ruhigen" grünen Pflanzen
bietet ein harmonisches Gesamtbild.

Wichtig für die Fuchsien ist die Frühjahrspflanzung!
Im Herbst können die Pflanzen nicht mehr ausreichend
einwurzeln und erfrieren möglicherweise.
Die Fuchsien immer etwas tiefer als das Bodenniveau
pflanzen und mit Mulch anhäufeln.
Je nach Gestaltung des Fuchsienbeetes sind die
Pflanzen über den Winter mit Laub und Reisig zu bedecken.
Bei einer dichten wintergrünen Unterpflanzung
mit Bodendeckern und etablierten Pflanzen
ist das zumindest in wintermilden Regionen nicht notwendig.
Allerdings frieren die Pflanzen mit Schutz nicht so
stark zurück und können im Folgejahr dementsprechend
an Höhe zulegen.

Der Boden sollte humos und durchlässig sein,
Fuchsien sind empfindlich gegenüber Vernässung!
Bei schweren lehmigen Böden empfiehlt es
sich demnach etwas Sand unterzumengen
und bei leichten Böden Kompost.

Nun aber zur ersten Fuchsienbeschreibung:

"Genii"
(Reiter; 1951, USA)

Eine sehr schöne standfeste und kompakt wachsende Sorte.
Sie hat einen roten Tubus, rote Kelchblätter
und beim Aufblühen eine dunkelblauviolette Korolle
die im Abblühen heller wird.
Der Laubaustrieb ist von einem leuchtenden
gelbgrün und wird später dunkler.
Sie hat einfache Blüten, ein harmonisches Größenverhältnis
von Blättern und Blüten und ist wenig anfällig für Krankheiten.
Die Winterhärte ist sehr gut und die Blüten
erscheinen zahlreich.
Sie kann mal kurze Blühpausen einlegen,
schiebt aber baldigst neue nach,
sodaß man nahezu über die ganze Saison Freude
an den Blüten hat.
Sie verträgt bei ausreichender Bodenfeuchte volle Sonne,
dann ist die helle Laubfärbung besonders ausgeprägt!



Dienstag, 20. Oktober 2009

Die Wurzeltrolle




Sie dürfen auch hier nicht fehlen!

Die Fotos sind im Botanischen Garten Darmstadt
entstanden und wurden am Computer bearbeitet.
Es handelt sich um Atemknie (Pneumatophoren)
der amerikanischen Sumpfzypresse (Taxodium distichum).
Die wassergesättigten Böden sind sauerstoffarm und schwammig,
die Atemknie dienen zum Gasaustausch aber auch als
zusätzliche Verankerung im Boden.




Bei diesem Anblick schlägt die Phantasie doch Purzelbäume
vor Vergnügen, oder? ;-)

Hier könnt ihr sehen, was mir so
alles dazu eingefallen ist:

www.diewurzeltrolle.de





Der Winter steht vor der Tür....

....und aus diesem Grund lege ich diesen Blog an!
Denn irgendwie muss man sich ja auch in der kalten Jahreszeit
mit der grünen Sucht beschäftigen.
Ist der Garten erst mal für den Winter vorbereitet fällt außer
Gehölzschnitt nicht mehr viel an.
Ich will die Zeit nutzen um ein bissel was über meine
zahlreichen "grünen Kinder" zu schreiben.
Interessen habe ich viele - die reichen von Orchideen über Fuchsien und Exoten
bis hin zu Stauden und ganz besonders auch Wildkräutern
die sich in der Küche verwenden lassen.
Ich koche leidenschaftlich gerne und setze auch eigene Liköre an.
Selbst kreierte Rezepte wird es also auch immer mal wieder geben,
passend zur Jahreszeit, was gerade Saison hat.